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Herbstliche Hochstimmung: Törggelen

Wenn im Herbst die Tage kürzer werden und sich die Natur in ihr einzigartiges buntes Kleid legt, dann wird im Eisacktal die fünfte Jahreszeit, die Törggelezeit, eingeläutet. Die Bauern in den Buschenschänken öffnen ihre Stuben und bieten dem Gast hausgemachte Köstlichkeiten aus Hof und Feld an.
Ein Spaziergang durch bunt gefärbte Weinberge und Kastanienhaine, vorbei an Burgen und urigen Bauernhöfen, im Hintergrund rot leuchtende Bergspitzen und letzte Sonnenstrahlen, die in alte "Keschtnbäume" fallen - das ist der richtige Zeitpunkt, um in die gemütliche Stube eines Bauernhofes oder eines Buschenschanks einzukehren.
Speck, Käse, Kaminwurzen, Pellkartoffeln, Blattler mit Kraut, Gerstsuppe, Schlutzkrapfen, Hauswürste und Surfleisch mit Kraut, die Schlachtplatte, sowie süße Krapfen, geröstete Kastanien und Obst vom Bauern gehören zu einen typischen Törggelemenü, dazu Eigenbauwein und hausgemachten Saft.
In einigen Törggelebetrieben kann man aber noch weitere schmackhafte Produkte vorfinden: Schöpsernes, Rippelen und Blutwürste gehören da und dort ebenfalls zu den angebotenen Delikatessen.

Eisacktaler Weine

Während um 1950 im Eisacktal 80% der erzeugten Weine Rotweine waren, hat man sich heute aufgrund der Lagen und der geologischen Gegebenheiten vor allem auf Weißweine spezialisiert. Dabei haben der Eisacktaler Sylvaner, der Kerner, der Müller Thurgau und der Gewürztraminer heute internationale Bekanntheit, aber auch weitere Eisacktaler Weißweine wie der Veltliner und der Riesling und der Ruländer werden zu qualitativ hochwertigen Weinen ausgebaut und wurden bereits von namhaften Weinführern ausgezeichnet.
Die vorherrschenden Rotweinsorten im Eisacktal sind Vernatsch, Zweigelt und Portugieser.

Ursprung des Törggelenes

Es gibt mehrere Thesen über den Ursprung des Törggelens. Zum einen könnte der Brauch aus dem Weineinkauf entstanden sein, als Weinhändler und Gastronomen aus den nördlichen Landesteilen und dem südlichen deutschen Raum in die südtiroler Weinanbaugebiete gekommen sind, um den neuen Wein zu Verkosten. Eine weitere These besagt, das dieser Brauch als dem Tauschhandel zwischen den Weinbauern in der Talsohle und den Viehbauern die in den höheren Lagen angesiedelt waren, entstand. Gab es den neuen Wein, so wurden die Viehbauern informiert, es wurde geschlachtet und der Wein wurde in Begleitung von einer deftigen Mahlzeit verkostet.
Auf jeden Fall ist man sich einig, dass der Brauch im Eisacktal entstanden ist, wohl auch weil in den Randgebieten des Weinanbaues der Wein des Vorjahres nicht bis zur Entstehung des neuen Weines ausreichte und somit die Freude über den neuen Wein besonders groß war.
Das Wort „törggelen“, und darüber ist man sich einig, leitet sich von der Weinpresse, der Torggl ab, und nicht, wie so manch einer vermuten möchte vom torkeln und somit dem wackligen Zustand in dem schon der eine oder andere Gast die Törggelestube verlassen hat. Als Torggl wurde die südtiroler Weinpresse, die früher bis zu stolzen 15 Metern maß, bezeichnet. Das Wort Torggl wiederum stammt vom lateinischen „torquere“, das soviel bedeutet wie winden, pressen, drehen. Gemeint ist damit das pressen der Maische nach der Weintraubenernte. Nach der Weinlese zog man also von Torggl zu Torggl, um den jungen Wein zu verkosten und kritisch zu vergleichen.

Seinen Höhepunkt findet das Törggelen beim jährlichen GASSLTÖRGGELEN in Klausen, wenn in den Gassen und urigen Kellern lokale Spezialitäten und ein musikalisches Unterhaltungsprogramm geboten werden.

Törggelebetriebe in Klausen, Barbian, Feldthurns und Villanders:

Adresse:
39040 Villanders Sauders 25
Tel.:
+39 0472 843105
Fax:
+39 0472 843105
Internet:
www.winklerhof.eu
Sitzplätze: 70
Stuben: 2
Geöffnet ab 01. September bis 01. Dezember von 12.00–24.00 Uhr
Der Winklerhof wurde erstmals 1314 erwähnt. In der alten Stube, wo früher die Bauersleute mit ihren Dienstboten verweilten, ist Platz für 45 Personen. In der neuen Stube ist Platz für 30 Personen. Unsere traditionelle Küche bietet vorwiegend Produkte aus der eigenen Landwirtschaft.
 
 
Adresse:
39040 Lajen Ried, 143
Tel.:
39 0471 655841
Sitzplätze: 48
Stuben: 1

Geöffnet von September bis März ab 12:00 Uhr – Mwittwoch Ruhetag, ab Mitte Dezember bis März mittags nur auf Vorbestellung. Sonntag immer geöffnet
Der Buchfelderhof besteht seit dem 13. Jahrhundert und ist in Schriften bereits 1437 urkundlich erwähnt. Im Herbst, wenn die Tage kürzer und kühler werden, wird in der Stube seit 1982 „getörggelet“. Bei köstlichen Bauerngerichten und einem Glas „Nuien“ klingt dabei der Tag aus. Fam. Runggatscher freut sich auf Sie.
 
 
Adresse:
39040 Lajen Ried, 144
Tel.:
39 0471 655829
Sitzplätze: 40
Stuben: 1
Geöffnet von Mitte September bis Mitte Dezember ab 12.00 Uhr - Montag Ruhetag. Von Mitte Jänner bis Ende April nur an Wochenenden ab 16.00 Uhr
Lajen-Ried ist als Wiege der „Törggele“-Kultur weitum bekannt. Doch nicht nur zum herbstlichen Törggelen, wenn der neue Wein mit passenden Spezialitäten probiert wird, ist eine Einkehr beim Buchnerhof lohnend. In der getäfelten Stube aus dem 17. Jahrhundert
tischt Familie Schenk auch im Winter und Frühjahr saisonale Köstlichkeiten aus Garten und Keller auf.
 
 
Adresse:
39040 Feldthurns Guln 37
Tel.:
39 0472 855317
Sitzplätze: 80
Stuben: 4
Geöffnet von Ende September–Ende November ganze Woche offen
Der Glangerhof liegt auf 1000 m Meereshöhe und hat eine wunderbare Aussicht in die Dolomiten, einen Hirschpark mit 20-30 Hirschen, Kleintieren und Milchviehhaltung. Die Stuben im 400 Jahre alten Bauernhaus sind mit Kreuzgewölben verziert und auch das Backhaus mit Backofen ist eine Besichtigung wert.
 
 
Adresse:
39040 Barbian Barbianer Straße 9
Tel.:
39 0471 654357
Fax:
39 0471 654357
Internet:
www.gostnerhof.com
Sitzplätze: 45
Stuben: 2
Geöffnet von Mitte September bis Anfang Dezember
Hoch über Waidbruck liegt der Gostnerhof. Ein ideales Ausflugziel an milden Herbsttagen. Die zwei Bauernstuben und die Sonnenterrasse sowie der großzügige Kinderspielplatz laden zu behaglichen Stunden ein.

 
 
Adresse:
39043 Klausen Leitach 60
Tel.:
39 0472 847354
Sitzplätze: 45 + 50 außen
Stuben: 2
Geöffnet von Ende September bis Mitte Dezember und von Ende Jänner bis Ende April an den Wochenenden.
Oberhalb von Klausen gelegen, bietet der Hienghof einen einzigartigen Ausblick über Klausen. Schöne Einkehrmöglichkeit bei einer Wanderung von Klausen über Säben und über Leitach zurück nach Klausen.
 
 
Adresse:
39040 Villanders Am Erzweg 25
Tel.:
39 0472 847995
Sitzplätze: 30
Stuben: 1
Geöffnet von Mitte September bis Mitte Dezember
Unser einmalig schöner Bauernhof ist unser ganzer Stolz, die Landwirtschaft ist unsere Leidenschaft. Genießen Sie für ein paar Stunden bäuerliche Einfachheit und Tradition!
 
 
Adresse:
39040 Villanders Sauders 30
Tel.:
39 0472 843163
Internet:
www.larmhof.it
Sitzplätze: 70
Stuben: 2
Geöffnet von Mitte September bis Mitte März
Der Larmhof (ursprünglich Laureinhof) wurde 1344 erstmals urkundlich erwähnt und erscheint in der Sage des Zwergenkönigs Laurin als Sommerresidenz. Seit 1797 existiert die heutige Törggelestube, in der Sie Familie Winkler mit hausgemachten Köstlichkeiten und Südtiroler Gastfreundschaft verwöhnt.
 
 
Adresse:
39043 Klausen Gufidaun 27
Tel.:
39 0472 847207
Sitzplätze: 50 + 50 außen
Stuben: 1
Geöffnet im Herbst, Winter und Frühjahr
Die Geschichte des Martscholer-Hofes reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück und er ist seit jeher einbeliebter Törggele-Treffpunkt. Die traditionelle Stube und der gemütliche Garten unter den Weinreben laden zu Speis und Trank ein.
 
 
Adresse:
39043 Klausen Verdings 22
Tel.:
39 0472 855489
Sitzplätze: 40
Stube: 1
Geöffnet von Mitte September bis Mitte Dezember
Direkt am Keschtnweg oberhalb von Pardell liegt der Ansitz Moar zu Viersch. Die Geschichte des Hofes reicht bis ins 9. Jahrhundert zurück und die hauseigene Hofkapelle ist heute noch Zeuge aus adeligen Zeiten, in denen die Herren von Troyer auf dem Ansitz lebten.
 
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Anreisedatum

Dauer des Aufenthalts
 Nächte
Unterkunftstyp
Pers.
Verpflegung

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Tel. +39 0472 847424  -  info@klausen.it  -  UID 80016610216
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